Abgehoben: Kleine Käfer ganz Groß

Rot mit schwarzen Punkten, schwarz mit roten Punkten oder gelb mit schwarzen Tupfen – und alles sind Marienkäfer. Es gibt viele Arten, sogar welche ohne Punkte. Aber woher kommen die kleinen Krabbler? Was fressen sie? Und wo verbringen sie eigentlich den Winter?
Marienkäfer kinderleicht züchten
Unser Projekt Marienkäfer für die Vorschulgruppe begann so: Einige Eltern der Vorschulgruppe bestellten mehrere An- und Aufzuchtsets mit Marienkäfer-Eiern. Das Interesse der Kinder war geweckt und alle aus der Gruppe wollten mehr über die Entwicklung und Aufzucht wissen. Der Höhepunkt war die gemeinsame Auswilderung der Siebenpunkt-Marienkäfer in unserem Außengelände.
Wie der Marienkäfer Teilhabe fördert
Haben sie schon als junge Käfer ihre rote Farbe und die Punkte? Das war nur eine der vielen Fragen der Kinder. Schnell war klar: fachliche Expertise musste her. Dafür aktivierte ich als zusätzliche Fachkraft im Programm KINDER STÄRKEN 2.0 die Kooperation mit unserem Netzwerkpartner Naturschutzbund (NABU). Das Projekt Marienkäfer wurde dadurch erweitert und vertieft. Im August 2024 war es so weit: In unserem Turnraum empfingen wir mit den Vorschulkindern das NABU-Team. Sie vermittelten den Kindern zuerst mit großformatigen Naturaufnahmen viel Wissenswertes über die verschiedenen Entwicklungsstadien des Marienkäfers. Dann folgte eine lustige Kurzgeschichte, inspiriert von der Geschichte Der kleine Käfer Immerfrech von Eric Carle. Zum Schluss bastelten alle Kinder einen eigenen Käfer. Den Geschwindigkeitswettbewerb bestanden alle Käfer mit Bravour. Wer anfangs gut zugehört hatte, bekam nach einem kleinen Wissensquiz eine Expertenmedaille. Natürlich hatten das alle.
Auf den Punkt gebracht: Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita
Durch die Kombination der unterschiedlichen Ideenansätze und die externen Fachkräfte konnten sich alle Kinder gut einbringen und beteiligen. Bildungsthemen aus der Naturwissenschaft wie das Erfahren von Natur und Umwelt und das Wahrnehmen und Beobachten von Nützlingen und Schädlingen waren dabei eng verknüpft mit kommunikativen Übungsfeldern in Form von aktivem Zuhören, dem Beantworten von Fragen und der Wortschatzerweiterung. Ebenso wurden die feinmotorischen Fähigkeiten beim Basteln geschult. Auch soziale Bildung fand spielerisch und wie nebenbei statt: Bei der aktiven Beteiligung aller Gruppenmitglieder und dem sozialen Miteinander beim gemeinsamen Spiel.
Kathrin Straube-Kamitz // Programmfachkraft in der Integrativen Kita Pfiffikus, Plauen
– Herbst 2024 –
Titelbild BarborMarisol/Pixapay
Bilder im Text © Kathrin Straube-Kamitz